Dumpfbacken sorgen für mehr Arbeitslose


„Das beste Rezept dafür, dass die AfD nicht in die Parlamente komme sei, dass wir die Sorgen der Bürger lösen und nicht die Parolen der Dumpfbacken noch übertönen.“ Sie erinnern sich, dass sagt heute der deutsche Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der BamS. Damit das klar ist: Ich wähle weder die CDU, noch die SPD, noch die AfD und stehe keinesfalls rechts.

Ich halte dennoch gegen Schäubles Einlassung. Es wird Zeit, dass sich die Dumpfbacken aus unserem Parlament entfernen, um Platz für neue Dumpfbacken zu schaffen. Man kann doch nicht allen Ernstes zehn Jahre Politik gegen das Volk machen, wie Schäuble, und sich dann noch wundern, wenn sich die Bürger angewidert abwenden.

Die Versagensliste der Bundesregierung ist so lang, dass dafür keine Tageszeitung ausreichen würde, sie abzudrucken. Nur beispielhaft möchte ich an den Mindestlohn erinnern, der vor rund einem Jahr in Kraft trat. Die Dumpfbacken (um mit den Worten unserer gewählten Regierung zu sprechen) führten einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 EUR ein. Das „Pack“ (wie erwähnt, so sprechen unsere Politiker über uns) sah darin sogar ein Konjunkturprogramm. Es vergaß zu erwähnen, dass sich dieses Programm ausschließlich auf die Arbeitsämter bezieht. Die Mitarbeiter haben tatsächlich deutlich mehr Arbeit bekommen. Denn seit Einführung des Lohns sind 180.000 Minijobs weggefallen. Experten schließen inzwischen nicht mehr aus, dass 900.000 Jobs wegfallen.



Damit wir uns richtig verstehen. Ich will ebenfalls einen gerechten Lohn für alle. Doch lässt ich so etwas weder politisch erzwingen, noch kann man den Markt dazu zwingen, ihn anzunehmen. Allein der bürokratische Aufwand, der zudem jeden Unternehmer unter Generalverdacht des Dumpings stellt, steht in keinem Verhältnis.

Im Übrigen ist alles eine Milchmädchenrechnung. Wenn jemand bisher einen Stundenlohn von 7 EUR erhielt und für eine Tasse 2,50 EUR bezahlte, dann zahlte er (prozentual) weniger als jemand der 8,50 EUR verdient und für eine Tasse Kaffee 3,20 EUR bezahlt. Dieser Vergleich hinkt keinesfalls. Oder glaubt jemand allen Ernstes, die Unternehmen hätten die gesetzlich verordnete Lohnerhöhung nicht auf die Preise draufgeschlagen?

Freuen wir uns als Konsumenten auf 2017. Dann will die Gewerkschaft Verdi einen Mindestlohn von 10 EUR. Ich sehe sie schon vor mir, die Preisliste der Kaffeehäuser: eine Tasse Kaffee 4,00 EUR.

Oh Herr schmeiß Hirn, damit wir alle etwas schlauer werden.