Spricht Schäuble von sich?


„Das beste Rezept dafür, dass die AfD nicht in die Parlamente komme“, sagte der Finanzminister Dr. Schäuble in einem Interview mit der Bild-Zeitung, „sei, dass wir die Sorgen der Bürger lösen und nicht die Parolen der Dumpfbacken noch übertönen."

Dumpfbacken sind sie also, die AfDler, die, soweit ich mich erinnern kann, demokratisch gewählt wurden. Dass sie sich immer mehr nach rechts entwickeln, steht auf einem anderen Blatt. Wobei es schon komisch ist, dass auch hier immer gleich von einer „rechten Partei“ gesprochen wird, die sich rechts von der CDU positioniert.

Man muss die AfD nicht mögen – so wie ich. Das gibt einem Minister aber noch lange nicht das Recht, so abfällig über „Demokraten“ zu reden. Das sich diese „Dumpfbacken“ überhaupt etablieren konnten, ist nur auf die noch größeren Dumpfbacken zurückzuführen, die glauben, Politik im Sinne der Bürger zu betreiben.



Sie werfen Griechenland das Geld hinterher, obwohl sie alle beteuerten, nie wieder ein weiteres Rettungspaket auflegen zu wollen. Sie führen Krieg in Ländern, in denen sie nichts zu suchen haben. Sie heben Recht und Ordnung aus, nur um eine Million Flüchtlinge ins Land zu lassen. Sicherheitsbedenken werden als „rechtes Gedankengut“ abgespeist. Sie retten Banken mit Milliarden-Summen, während sie für das Wahlvolk keine sozialen Wohltaten übrig haben. Sie setzen „Lügner“ an die Spitze der Europäischen Union, die nichts anderes im Sinn hat, als EU-Bürger noch stärker zu bevormunden. Letzteres wenden sie auch gegen die Unternehmer an, indem sie ihnen immer mehr Daumenschrauben anlegen, getreu dem Motto: Wir entscheiden - der Unternehmer bezahlt.

Herr Schäuble hat Recht. Solche Dumpfbacken gehören nicht ins deutsche Parlament. Deshalb sollte er mitsamt seinem Kabinett mit gutem Beispiel vorangehen und zurücktreten. Dampfplauderer, die sich auf Kosten der Wähler profilieren, haben hier nun wahrlich nichts mehr zu suchen.