Der griechische Euro wird den Euro nicht zerstören


Erinnern Sie sich noch an das absurde Kaspertheater in Berlin und Brüssel? Damals, im Sommer 2015, gaben sich die Regierungschefs die Türklinke in die Hand, um das von der Insolvenz bedrohte Griechenland zu retten. War ja so wichtig, von wegen systemrelevant und so.

Entgegen allen Behauptungen, kein drittes Hilfspaket zu Lasten der deutschen Steuerzahler zu verabschieden, passierte genau das. Das sei notwendig, damit der Euro nicht baden geht, sagte man uns dummen Bürgern, die wir ja so gar keine Ahnung von der großen Politik haben. Als wenn dem so wäre. Ein Land zur Größe Hessens soll für den Untergang des Euros verantwortlich sein? Wie lächerlich ist das denn? Meine Meinung hierzu kennen Sie. Ich habe in diesem Blog mehrfach darüber geschrieben. Aber ich bin eh nur ein kleiner Schreiber mit wenig Ahnung und davon eine ganze Menge.



Dennoch würde ich gern all die, die sich für Griechenlands Rettung ausgesprochen haben, an den Tisch bitten, damit sie uns Wählern die jüngste Einlassung des EU-Währungskommissions-Vize Valdis Dombrovskis (ja, so etwas gibt es in der EU. Lauter tolle, hochbezahlte Jobs, mit lauter Chefs und Vizes - ganz wichtige Leute eben) erklären. In einem Interview mit der „Die Welt“ sagte er: lch sehe nicht, dass die griechische Finanzkrise eine Gefahr für Europa darstellte. Das war keine europäische Krise, sondern eine griechische Krise. Die Gespräche mit der griechischen Regierung waren zwar kompliziert und von sehr harten Worten und unerfüllten Versprechen begleitet.“

Jetzt, nachdem die Milliarden nach Griechenland geflossen sind, trifft er diese Feststellung. Warum nicht schon Monate vorher? Ach ich vergaß: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Schließlich dürfen die 45.000 EU-Beamte nicht arbeitslos werden.

Ich bleibe dabei. Es ist an der Zeit, diesen Stall gehörig auszumisten, damit wir nicht länger für dumm verkauft werden. Aber solange der Lügner Juncker an der EU-Spitze steht, wird das wohl reines Wunschdenken bleiben. Bekanntlich stinkt der Fisch vom Kopf her. Wieso sollten die, die dem Juncker unterstellt sind, sich gegenüber den Steuerzahlern anders verhalten? Also wird weiter gelogen, damit nicht nur aus Deutschland die vielen Milliarden dauerhaft und großzügig fließen.